Deutsch
Hallo und herzlich Willkommen.
Die wichtigste Hürde hast du bereits genommen: Du bist aktiv gegen deine Sucht geworden und hast angefangen, dich umzusehen – oder einfach weiter gemacht damit, dich umzusehen.
Also, dies hier wird ganz kurz:
Du rauchst. Du denkst darüber nach, aufzuhören … hast vielleicht schon ein paar Versuche unternommen. Das kenne ich zu gut. Fünf sechs Mal, über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren oder so, hatte ich das versucht gehabt. Seit dem 02. Januar 2012 ist es mir gelungen.
Irgendwann waren allerdings mehrere Dinge zusammengekommen, nicht nur der Computerhersteller bei der Reparatur meines damaligen Computers hatte angemerkt, dass das Gerät im inneren ziemlich dreckig und verklebt sei… nein, auch Gesprächspartnerinnen und -partner ließen mich wissen, dass ich quasi so Wand aus Rauchduft vor mir herschiebe. Zudem fing ich langsam an, mir Gedanken über meinen Körper und meine Gesundheit zu machen. Abgesehen davon, wollte ich auf keinen Fall länger als die Hälfte meines bisher gelebten Lebens, Raucher sein – das war so ein absolutes No-go. Es war auch die Zeit, wo hier in Bayern in der Gastronomie das Rauchen verboten wurde, also ritt ich einfach auf der Welle weiter sozusagen, auch die horrenden Steuern wollte ich nicht mehr zahlen… du siehst, es braute sich gewaltig etwas zusammen.
Dann kam die Planung über den bevorstehenden Jahreswechsel auf mich zu, und ich kündigte mich bei meiner Großmutter an. Ein halbes Jahr sollte das noch dauern bis zu diesem Besuch. Zeit genug, es noch einmal knacken zu lassen. Ich rauchte tatsächlich mehr. Und noch viel mehr, als ich dann die zwei Wochen bei ihr in Niederbayern war. Es hing mir dann fast wirklich schon zum Hals heraus.
Dann, ja dann kam der Moment, alles konzentrierte sich auf den Moment am Bahnhof, in der Stunde der Rückreise: die letzte Zigarette. Und aus.
Zwei, drei Stunden Zugfahrt zurück nach München, und dann hier einfach nicht mehr angefangen. Das fiel mir leicht. Wie bereits erwähnt: Ich war es wirklich überdrüssig, wollte das viele Geld nicht mehr ausgeben, mehr auf mich achten, und war nach dem Kurzurlaub mit akklimatisieren beschäftigt. Das war der Trick: Der ausgiebige Ortswechsel.
Vielleicht ist das auch der Weg für dich?
Viel Glück.
Ah ja, erlaube mir noch diesen Tipp: Solltest du daheim wohnen, wo eventuell deine Eltern rauchen, oder in einer Beziehung stecken, wo sie oder er auch raucht, dann wird es etwas komplizierter, sogar wenn es um den Freundeskreis oder die enge Clique geht. Meiner Erfahrung nach, bringt es nichts allein, umgeben von Raucherinnen und Rauchern aufhören zu wollen. Das kostet auf Dauer zu viel Kraft, und die braucht dein Körper schon, um den kurzen Entzug und die wahrscheinlich längere Entwöhnung, dann auch quasi zu managen und auszuhalten. Meide daher Leute die rauchen für ein Jahr oder so, oder natürlich das Sinnvollste: Hört zusammen auf.
English
Hello and a very warm welcome.
You’ve already overcome the most important hurdle: you’ve taken action against your addiction and started looking around – or simply kept going looking around.
So, this will be very brief:
You smoke. You’re thinking about quitting… maybe you’ve already had a few attempts. I know that feeling all too well. Five or six times over the course of about fifteen years, I’d tried myself. Since January 1st, 2012, I managed it and quit.
At some point, though, several things came together. It wasn’t just the computer technician who, while repairing my old computer, remarked that the inside was filthy and sticky… no, people I spoke to also let me know that I was practically pushing a wall of smoke smell ahead of me. On top of that, I slowly started thinking more about my body and my health. And I absolutely didn’t want to be a smoker for longer than half of the life I’d lived so far – that was a complete no‑go for me. It was also the time when smoking was banned in restaurants and pubs here in Bavaria, so I simply rode that wave, so to speak. And I didn’t want to keep paying those horrendous taxes either… you can see, something big was brewing.
Then the planning for the upcoming New Year came up, and I told my grandmother I’d be visiting. It was still six months away. Plenty of time to give it another proper go. I actually smoked more. And even more during the two weeks I spent with her in Lower Bavaria. By then, I was honestly sick of it.
Then came the moment – everything focused on that moment at the station, in the hour before my journey home: the last cigarette. And that was it.
Two or three hours on the train back to Munich, and once I was home, I simply didn’t start again. That part was easy. As I mentioned: I was truly fed up with it, didn’t want to spend all that money anymore, wanted to take better care of myself, and after the short holiday I was busy settling back in. That was the trick: the proper change of scenery.
Maybe that’s the way for you as well.
Good luck.
Ah yes, allow me one more tip: if you live at home where your parents smoke, or you’re in a relationship where your partner smokes, things get a bit more complicated – the same goes for your circle of friends or your close group. In my experience, it doesn’t work to quit on your own while surrounded by smokers. It drains too much energy in the long run, and your body needs that energy to cope with the whole process. So avoid people who smoke for a year or so – or, of course, the probably most succeding option: quit together.

